Workshop mit der sip züri
Eine warme Mahlzeit und ein Ort, an dem man willkommen ist: Dafür setzen wir uns bei Speak-Out ein. Damit uns das auch in angespannten Momenten gelingt, haben wir am 30. September 2026 mit sip züri unseren dritten Workshop durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir als freiwillige Kochteams aufmerksam, ruhig und gut abgestimmt handeln können.
Hinschauen und besser verstehen
Unsere Gäste bringen unterschiedliche Erfahrungen und Lebenssituationen mit. Wer unter Druck steht oder gerade eine schwierige Zeit durchlebt, hat manchmal wenig Kraft für zusätzliche Belastungen. Auch bei uns in der Gassenküche können deshalb Spannungen entstehen. Dann möchten wir wahrnehmen, was gerade geschieht, und respektvoll darauf reagieren.
Im Workshop haben wir reale Situationen aus unserem Koch-Alltag besprochen. Dabei ging es darum, unser eigenes Handeln zu reflektieren: Was nehmen wir wahr? Woran erkennen wir frühzeitig, dass eine Situation angespannter wird? Und welche Möglichkeiten haben wir, darauf einzugehen?
Die gemeinsame Situationsanalyse bot Raum, solche Momente aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Sie lenkte unseren Blick auch auf das, was einer Zuspitzung vorausgeht – und darauf, wo wir als Team früh ansetzen können.
Mehr Möglichkeiten, ruhig zu reagieren
Die sip züri ist ein wichtiger Partner fürs Speak-Out und hat nun bereits zum dritten Mal den Workshop mit uns durchgeführt. Angesiedelt ist sip züri beim Sozialdepartement der Stadt Zürich. Die Mitarbeitenden leisten aufsuchende Sozialarbeit im öffentlichen Raum, beraten Menschen in Notsituationen und vermitteln bei Konflikten. Durch ihre Arbeit und ihre Vernetzung mit sozialen Einrichtungen bringen sie viel praktische Erfahrung mit.
Mit ihnen haben wir theoretische Ansätze zu Diffusing und Deeskalation angeschaut und Instrumente kennengelernt, die helfen können, Anspannung abzubauen. Dabei haben wir uns damit beschäftigt, wie wir in schwierigen Momenten Ruhe bewahren und den Menschen gegenüber ansprechbar bleiben können.

Es gibt keine einzelne Antwort, die zu jeder Situation passt. Umso wertvoller ist es, verschiedene Handlungsmöglichkeiten zu kennen und bewusst zu überlegen, was im jeweiligen Moment hilfreich sein könnte.
Als Kochteam zusammenarbeiten
In unseren freiwilligen Kochteams tragen wir gemeinsam Verantwortung für den Abend. Dazu gehört auch, uns in herausfordernden Momenten gegenseitig zu unterstützen.
Deshalb haben wir besprochen, wie wir uns gut absprechen können: Wer übernimmt welche Aufgabe, und wann ist zusätzliche Unterstützung nötig? Solche Fragen gemeinsam anzuschauen, schafft Orientierung. Es hilft, wenn wir uns im Team aufeinander verlassen können und wissen, dass niemand eine schwierige Situation allein bewältigen muss.

Ausprobieren und Erfahrungen mitnehmen
In interaktiven Rollenspielen konnten wir das Gelernte anwenden. So blieb es nicht beim Besprechen: Wir haben geübt, in einer angespannten Situation zu reagieren und uns dabei als Team abzustimmen.
Das Üben gab uns Gelegenheit, die kennengelernten Ansätze auszuprobieren und unser Handeln gemeinsam zu überdenken. Diese Auseinandersetzung ist wichtig, weil im Alltag oft wenig Zeit bleibt, um in Ruhe über mögliche Reaktionen nachzudenken.
Wir danken sip züri herzlich für die fachliche Begleitung und den Austausch. Der Workshop stärkt unsere Freiwilligen und gibt uns mehr Sicherheit im gemeinsamen Handeln. Damit trägt er dazu bei, dass die Gassenküche ein guter Ort für alle bleibt.




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